Was tun wenn dich etwas auf der Arbeit richtig nervt
Letzte Woche hat mich ein Projekt so genervt dass ich fast eine unkluge Mail abgeschickt hätte. Fast. Der Unterschied zwischen "fast" und "tatsächlich" ist emotionale Regulation. Klingt trocken, rettet aber deinen Ruf. Wenn dich etwas triggert hast du ungefähr drei Sekunden bevor dein Gehirn in den Autopilot schaltet. In der Zeit musst du eingreifen. Manche Leute zählen bis zehn, andere gehen kurz raus. Ich tippe die Mail in ein leeres Dokument statt direkt ins Mailprogramm. Was auch hilft: Emotionen physisch abbauen bevor sie sich in dummen Entscheidungen manifestieren. Fünf Minuten Treppe rauf und runter. Klingt bescheuert, funktioniert aber. Dein Körper kann nicht gleichzeitig gestresst sein und sich körperlich auspowern. Bei chronischem Stress brauchst du andere Tools. Journaling zum Beispiel – du schreibst einfach alles runter was dich nervt ohne Filter. Nicht für andere, nur für dich. Das Zeug muss aus deinem Kopf raus. Wichtig ist auch zu unterscheiden: Ist das ein akutes Problem das ich lösen kann, oder allgemeiner Frust? Wenn dein Kollege ständig zu spät zu Meetings kommt kannst du das ansprechen. Wenn die gesamte Firmenkultur toxisch ist brauchst du einen anderen Plan. Manchmal ist die beste emotionale Regulation zu akzeptieren was du nicht ändern kannst und deine Energie anders zu investieren. Nicht alles muss sofort gelöst werden. Manche Dinge brauchen Zeit oder sind einfach nicht dein Problem. Das zu erkennen spart enorm viel Energie die du sinnvoller einsetzen kannst.